
Drei Charaktere
Samuel Freiburghaus
Klarinetten, Taragot, Örgeli, Stimme
Es war Liebe auf den ersten Klang als Samuel Freiburghaus Anfang der 80er Jahre eine Band aus Rumänien hörte. Mit Herz und Seele verfiel er der Musik des Balkans. Er spielte mit den Bands Randolina, Chef de Kef und als Gast auch mit Musique Simili und Nomandsland. Noch heute vergeht keine Probe, ohne dass er noch eine Idee für ein neues Stück mitbringt.
Regina Hui
Violine, Stimme
Als in ihrer Jugend ein rumänischer Geiger ihr etwas auf ihrer Kindergeige spielte, war sie hell begeistert. Später hat sie in unterschiedlichsten Stilen Musik gemacht mit Geige und Stimme, von Rock bis Barock, von Samba bis Jodel.Sie liebt es, an Festen und Feiern zu spielen.
Roberto Vacca
Akkordeon, Stimme
Frisch aus Neapel eingereist lief Roberto Samuel und Corina beim Spielen über den Weg und ist mit seiner langjährigen Erfahrung als Pianist im Theater, Zirkusmusiker im Circo de la Sombra – trotzdem hat er noch immer nicht gelernt, auf der Bühne zu lachen - und Akkordeonist in der Balkan Band Ringe Ringe Raja die tragende Mitte des Trios geworden. Zu viele neue Stücke verbietet er strikt! Ausserdem ist er ein wunderbarer Koch.
Zwei Geschlechter
Eine Leidenschaft
Der gemeinsame Blick nach Osten, die Liebe für den lebendigen rauen Klang, die Melancholie der Sehnsucht und die grosse, sprühende Lebensfreude in der Musik.
WERKSTATT
Wie Archäologen graben wir AMAL nach ursprünglicher Musik. Wie ist diese, uns dochzum Teil fremde Musik, vor unsgespielt worden? Dahin führen verschiedene Wege. Beispielsweise geben uns nächtelange Youtube-Reisen einen Einblick. Durch anschliessende Studien wird auch die Kleinste der vielen Verzierungen der Volksmusik hörbar. Diese Kleinigkeiten sind uns wichtig, machen sie doch den"Dialekt"der verschiedenen Länder aus.
Noch viel lieber ist uns aber die Begegnung mit Meister-Musikern aus den jeweiligen Ländern. Für die grosszügige Vermittlung ihrer Tradition "de bouche à l`oreille" sind wir sehr dankbar und oft entstanden daraus schöne Freundschaften. Gleichzeitig wird deutlich, dass dieses Können nur durch Konzentration auf einen bestimmten Stil möglich wird.
Da wir als Fremde uns aber lieber mit verschiedenen Musikstilen befassen, werden sie nie perfekt im traditionellen Sinn, dafür sehr vielfältig und abwechslungsreich. Wir versuchen uns einzubringen, verändern Harmonien, erfinden neue Stimmen und tragen so unseren Teil der Veränderung bei, die im allgemein freien Umgang mit der Volksmusik immer wieder stattfindet. Am glücklichsten sind wir, wenn ein Stück nach vielem Spielen richtig nach AMAL klingt und wir so wieder einen authentischen Ausdruck vermitteln können.
Collagen: Samuel Freiburghaus / Webdesign: Lukas Koller